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Bilanz von Hochschulwatch.de als Initiative für mehr Transparenz begreifen

Das Internetportal Hochschulwatch.de hat nach zwei Jahren Laufzeit Bilanz gezogen und stellt fest, dass die Einnahmen der Hochschulen aus Drittmitteln bundesweit weiter gestiegen sind. Christian Schaft, wissenschafts- und hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, erklärt dazu: „Die heute vorgestellten Ergebnisse des Onlineportals sollten für uns Anstoß sein, offensiv über eine transparentere Offenlegung von Forschungsförderung durch Dritte an den Thüringer Hochschulen zu diskutieren.“

DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, die Verwendung von Drittmitteln transparenter zu gestalten. „Neben der Frage der Offenlegung unternehmensnaher Forschungsförderung in Thüringen, ist es notwendig, verbindliche Regelungen für Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen zu schaffen“, so Schaft weiter. Derzeit veröffentlicht das Land Thüringen Zweijahresberichte über Sponsoring-Leistungen, in denen auch Geldleistungen an die Hochschulen veröffentlicht werden.

Für eine wirklich transparente Einsicht in die Drittmittelverwendung müsse allerdings auch konkret ersichtlich werden, für welche Forschungsprojekte, Maßnahmen, Inhalte und Ziele die Hochschule Gelder aus der Privatwirtschaft erhalten. „Damit würde auch ein wichtiger Schritt in der Debatte um die Offenlegung von wehr- und sicherheitstechnischer Forschung in Thüringen gegangen werden“, konstatiert Schaft. Ziel müsse sein, die Freiheit von Wissenschaft und Forschung zu wahren und den potentiellen Einfluss auf Lehrinhalte und -angebote durch Unternehmen zu verhindern. Eine entsprechende Initiative hatten die Grünen bereits 2013 in den Landtag eingebracht.  Auch die konsequente Aufnahme der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den Anwendungsbereich des Informationsfreiheitsgesetzes müsse diskutiert werden.