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Koalitionsarbeitskreis zu Besuch beim Thüringischen Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK) in Rudolstadt

Heute besuchte der Koalitionsarbeitskreis Wirtschaft, Wissenschaft, Digitale Gesellschaft mit Abgeordneten der Fraktionen DIE LINKE, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie Markus Hoppe, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft und Marko Wolfram, Landrat des Kreises Saalfeld-Rudolstadt, das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V. (TITK) in Rudolstadt. Vor Ort informierten sich die Abgeordneten über die Forschungsarbeit des TITK und sprachen zusammen mit dem Staatssekretär und dem Landrat mit der Geschäftsführung über die Rahmenbedingungen des Forschungsmittelstandes.

Am Vormittag wurden der Koalitionsarbeitskreis und Landrat Marko Wolfram vom geschäftsführenden Direktor des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoffforschung (TITK) und Präsidenten der Zuse-Gemeinschaft Dr. Ralf-Uwe Bauer, dem Direktor des Instituts für Angewandte Bauforschung Weimar (IAB) Dr. Ulrich Palzer sowie dem Geschäftsführer des Forschungs- und Technologieverbunds Thüringen (FTVT) Dr. Matthias Schulze empfangen.

Dr. Bauer informierte zunächst über die Organisationsstruktur und das Aufgabenspektrum des TITK sowie der angesiedelten ZUSE Gesellschaft (Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e.V.). Danach gab es eine Führung durch das Institut mit der Besichtigung ausgewählter Projekte.

Christian Schaft, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag
, verwies im Sinne einer guten Verbindung von Forschungseinrichtungen und kleinen und mittleren Unternehmen insbesondere auf aktuelle Diskussionen zur Finanzierung: „In dem Gespräch wurde deutlich, dass es vor allem für die Vorlauf- und anwendungsnahe Forschung für kleine und mittelständische Unternehmen, für die Institute und damit in dem Fall auch das TITK eine dauerhafte Investitionsförderung kombiniert mit passgenauen Projektförderungen bedarf. Das Instrument der steuerlichen Forschungsförderung helfe hingegen lediglich Großunternehmen und stelle für den KMU-Bereich keinen Mehrgewinn dar, wie Dr. Ralf-Uwe Bauer, Präsident des TITK und der Zuse-Gemeinschaft, auf meine Nachfrage bestätigte.“

Eleonore Mühlbauer, wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, hob die herausragende Bedeutung des Forschungsmittelstandes für die Thüringer Wirtschaft hervor: „Die Thüringer Wirtschaft ist geprägt durch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die starke Partner aus der Wissenschaft benötigen, um Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten realisieren zu können. Einrichtungen, wie das Thüringer Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung e.V., verfügen über die technische Ausstattung und das notwendige Know-How, um unsere Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Technologien bis hin zur Marktreife optimal zu begleiten. Sie üben eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Wirtschaft und Forschung aus.“

Olaf Müller, wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, selber Biologe und mittelständischer Unternehmer, zeigte sich interessiert an den vielseitigen und auch auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Forschungszweigen des Rudolstädter Instituts. „Gerade die kleineren Thüringer Unternehmen sind angewiesen auf Erkenntnisse aus Natur- und Ingenieurwissenschaften, die schnell umsetzbar sind, dem neuesten Forschungsstand entsprechen und Nachfragetrends sowie ökologische Standards widerspiegeln. Nachhaltige Technologien werden eine immer größere Rolle spielen. Die Industrieforschung und speziell die Zuse-Institute sind deshalb ein wichtiges Standbein für die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen.“

Die Mitglieder des Koalitionsarbeitskreises waren sich heute darin einig, die Rahmenbedingungen, unter denen Thüringer Institute und Unternehmen forschen, im parlamentarischen Raum weiter zu diskutieren.