Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Sportplatz Langewiesen - Bürger:inneninteressen ernst nehmen!

Mögliches Bauland in Langewiesen

Die Diskussion um die zukünftige Nutzung des alten Sportplatzes in Langewiesen entwickelt sich zum Dauerbrenner. Zum Jahresende 2020 lies die Ortsteilbürgermeisterin Ines Werner noch eine Umfrage unter Langewiesener Bürger:innen starten. Im Kern geht es um die Frage Bauland oder öffentliche Nutzung. Die Umfrage läuft noch bis Mitte März, nun lies der Ortsteilrat in seiner Sitzung am 22. Februar verlauten, dass das Ergebnis nicht abgewartet und erst recht nicht berücksichtigt werden soll. Stattdessen verkündete die Mehrheit der Mitglieder, dass sie eine Eignungsprüfung verschiedener Flächen als potenzielles Bauland anstreben. Außerdem wiesen sie auf die hervorzuhebende Eignung des alten Sportplatzes für eine Bebauung hin.

„Ich bin zum einen etwas verwirrt,“ äußert sich Peter Eberhardt, Mitglied des Ortsteilrates in Langewiesen für DIE LINKE. „Zwar soll zuerst die Eignung verschiedener Flächen festgestellt werden, doch im selben Atemzug wollen einige schon wissen, dass der alte Sportplatz angeblich die beste Fläche sei. Und zum anderen bin ich auch verärgert, dass die Auswertung der Umfrage zum Erhalt des alten Sportplatzes bisher so verschleppt wurde und damit auch die Meinung von mehreren hundert Einwohner:innen aus Langewiesen ignoriert wird, die sich mit deutlicher Mehrheit für den Erhalt des alten Sportplatzes als soziale Begegnungs- und Freizeitfläche aussprechen.“

„Hinter dem Friedhof ist zum Beispiel ein schönes Gebiet, das sich als Bauland eignen könnte,“ fährt Eberhardt fort „Ich bin stark dafür, den alten Sportplatz als Freizeitfläche gerne mit Beteiligung der Bürger:innen weiterzuentwickeln und mit Bauinteressent:innen einen anderen geeigneten Ort zum Bauen zu finden.“ 

„Wenn die Wünsche von 16 Bauinteressierten über die restlichen Stimmen des Ortsteiles gestellt werden, kann man wirklich nicht von bürgernaher Politik sprechen. Auf dem Sportplatz liegen noch Fördermittel, der Platz ist Überschwemmungsgebiet und auch hier sind noch Teile der Gesamtfläche in Privatbesitz. Ich finde den Verlauf zum Thema, der sich nach der letzten Sitzung andeutet, sehr traurig.“ so Tim Wahner Mitglieder der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat.

„Es bringt nichts die Interessen der Bürger:innen in Langewiesen gegeneinander auszuspielen, wie es von einigen anderen fortlaufend versucht wird. Wir müssen gemeinsame Lösungen finden,“ ergänzt hierzu Eberhardt.

„Die Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Ilmenau sieht offen gestanden keinen dringenden Bedarf jetzt den alten Sportplatz in Langewiesen zum Bauland zu erklären, da bereits drei Flächen im Bebauungsplan für Langewiesen als Bauland reserviert sind,“ so Karl-Heinz Mitzschke Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. Ilmenau. Sollte der Ortsteilrat sich weiterhin so konsequent über die mehrheitliche Meinung der Einwohner:innen in Langewiesen hinwegsetzen, so kündigten Eberhardt und Mitzschke an, zur Not im Rahmen des Thüringer Gesetzes für direkte Demokratie (ThürEBBG) ein Bürger:innenbegehren und daran angeschlossen einen Bürger:innenentscheid in Langewiesen zu erwirken.

Christian Schaft, Wahlkreisabgeordneter für DIE LINKE unterstützt Mitzschke und Eberhardt: „Auch ich hätte erwartet, dass bis zu einer Entscheidung über die Eignungsprüfung, erst die Bürger:innenbefragung abgeschlossen und im Ortsteilrat ausgewertet wird. Schon vorher Tatsachen zu schaffen, hat mit ernst gemeinter Bürger:innenbeteilgung wenig zu tun.“