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Geplante SPD-Gemeinschaftsschule von Klasse 5 bis 10 ist offensichtlicher Wahlbetrug

"Entgegen der SPD-Wahlversprechen wird die SPD-CDU-Koalition das längere gemeinsame Lernen aller Schüler nicht umsetzen. Einen Politikwechsel im Bildungsbereich wird es in den nächsten 5 Jahren nicht geben", konstatiert Michaele Sojka, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

"Entgegen der SPD-Wahlversprechen wird die SPD-CDU-Koalition das längere gemeinsame Lernen aller Schüler nicht umsetzen. Einen Politikwechsel im Bildungsbereich wird es in den nächsten 5 Jahren nicht geben", konstatiert Michaele Sojka, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.

"Die viel zu frühe Trennung der Kinder nach Klasse 4 in unterschiedliche Schularten wird auch unter Regierungsbeteiligung der SPD die traurige Realität in Thüringen bleiben. Wer längeres gemeinsames Lernen für alle Schülerinnen und Schüler fordert, aber zukünftig weiterhin an den Gymnasien ab Klasse 5 festhält, nimmt sich selbst nicht ernst und hat ganz offensichtlich die Wählerinnen und Wähler in Thüringen bewusst betrogen und der CDU ein riesiges Koalitionsgeschenk gemacht", betont Michaele Sojka.

Laut einer Wahlprognose vom April 2009 wollen 70 Prozent der Thüringer Bevölkerung längeres gemeinsames Lernen und damit eine Abschaffung der frühen Trennung der Schüler auf unterschiedliche Schularten. Wie aber ein gemeinsames Lernen stattfinden soll, wenn sich für leistungsstärkere und leistungsschwächere Kinder weiterhin bereits nach Klasse 4 die Schulwege trennen, das bleibe allein Geheimnis der SPD in ihrem CDU-Regierungsbündnis. Selbst die CDU-geführte Regierung von Hamburg gehe weiter und habe gerade gesetzliche Grundlagen für gemeinsames Lernen aller Kinder zunächst bis Klasse 6 geschaffen.

"Es ist eine reine Mogelpackung, was die SPD als Politikwechsel im Bildungsbereich glaubhaft machen will", kritisiert Frau Sojka. Mit ihrem Modell einer freiwillig zu errichtenden Gemeinschaftsschule von Klasse 5 bis 10 soll umgesetzt werden, was im Thüringer Schulgesetz bereits seit Jahren verankert ist. Auch der Vergleich der SPD mit den Jenaplan-Schulen hinke. Einerseits seien diese Schulen schon längst keine Modelle mehr, andererseits finde bei Jenaplan-Schulen ein gemeinsames Lernen mindesten von Klasse 1 bis Klasse 10 bzw. 13 statt.

"Dass die SPD sich auch perspektivisch von einem längeren gemeinsamen Lernen verabschiedet hat, zeige die fehlende Bereitschaft der Koalition, die Lehrerausbildung grundsätzlich zu reformieren. Entgegen des SPD-Wahlversprechens wird weiterhin an der schulartbezogenen Lehrerausbildung in Thüringen festgehalten", so Frau Sojka abschließend.