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Ina Leukefeld: Problem der Lohndiskriminierung wird konsequent ignoriert

Anlässlich der aktuellen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zum sich verschärfenden Lohngefälle zwischen Frauen und Männern in Deutschland bekräftigte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld, ihre Kritik an der Gleichstellungspolitik der Thüringer Landesregierung.

Anlässlich der aktuellen Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zum sich verschärfenden Lohngefälle zwischen Frauen und Männern in Deutschland bekräftigte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld, ihre Kritik an der Gleichstellungspolitik der Thüringer Landesregierung.

"Das Problem der Lohndiskriminierung von Frauen ist in Thüringen hinlänglich bekannt, wird aber konsequent ignoriert. Während sich die Situation der Frauen in Deutschland in den letzten Jahren insgesamt leicht verbessert hat, wird in Thüringen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern stetig größer", bilanziert die Arbeitsmarktexpertin der LINKEN. Die Einkommenslücke zwischen Frauen und Männern liege in der Europäischen Union bei 15 Prozent, in Deutschland hingegen bei 23 Prozent - Tendenz steigend. "Ursachen hierfür liegen auf der Hand: Frauen werden in Teilzeitarbeitsverhältnisse und Niedriglohnjobs gedrängt und haben kaum Chancen, sich in Führungspositionen zu bewähren", so Frau Leukefeld. Der Anteil erwerbstätiger Frauen in Thüringen, die weniger als 700 Euro netto im Monat verdienen, liege mittlerweile bei 40 Prozent.

Um dieser negativen Entwicklung zu entgegnen, legt die Fraktion DIE LINKE im nächsten Landtagsplenum einen Gesetzentwurf für ein Thüringer Vergabegesetz vor, welches als Vergabekriterium unter anderem die Zahlung eines Mindestlohnes von 8,00 Euro pro Stunde sowie die Berücksichtigung von Maßnahmen zur Frauenförderung und zur Förderung der Vereinbarkeit von Arbeit und Leben enthält. Betriebe mit einer Beschäftigtenzahl von 21 oder mehr haben den Nachweis über einen betrieblichen Frauenförderplan entsprechend den Bestimmungen des Thüringer Gleichstellungsgesetzes (ThürGleichG) zu erbringen. "Bleibt abzuwarten, wie sich die im Landtag vertretenen Parteien zu diesem Gesetzentwurf verhalten, zumal der Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses im Thüringer Landtag selbst als Arbeitgeber fungiert und in seinem Geschäftsbereich vorwiegend Frauen beschäftigt, die im absoluten Niedriglohnbereich Thüringens - dem Friseurhandwerk - tätig sind", sagt Ina Leukefeld abschließend.