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Karola Stange

Kinderlosenzuschlag auf Rentenbeiträge ist keine Lösung  

„Die vom Thüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Hauptmann aufgewärmte Idee eines Kinderlosenzuschlags für die Rentenversicherung ist keine Lösung zum Erhalt des gesetzlichen Rentensystems. Schon mit Blick auf die gesetzliche Pflegeversicherung zeigt sich, dass der Kinderlosenzuschlag kein wirklich geeignetes Instrument ist. Vielmehr muss endlich die soziale Bürgerversicherung kommen, für die Rentenversicherung wie auch für die anderen Versicherungszweige. In die Rentenversicherung sollten alle einzahlen - auch Beamte, Selbständige, Freiberufler und Abgeordnete“, so Karola Stange, sozialpolitische Sprecherin der LINKE-Fraktion im Thüringer Landtag. Bei dieser zukunftsfesten Modernisierung der Rentenversicherung dürften nicht nur die Beschäftigtenbeiträge in den Blick genommen werden, sondern auch der Arbeitgeberanteil an den Beiträgen, so Stange.

„Die vom Thüringer CDU-Bundestagsabgeordneten Hauptmann aufgewärmte Idee eines Kinderlosenzuschlags für die Rentenversicherung ist keine Lösung zum Erhalt des gesetzlichen Rentensystems. Schon mit Blick auf die gesetzliche Pflegeversicherung zeigt sich, dass der Kinderlosenzuschlag kein wirklich geeignetes Instrument ist. Vielmehr muss endlich die soziale Bürgerversicherung kommen, für die Rentenversicherung wie auch für die anderen Versicherungszweige. In die Rentenversicherung sollten alle einzahlen - auch Beamte, Selbständige, Freiberufler und Abgeordnete“, so Karola Stange, sozialpolitische Sprecherin der LINKE-Fraktion im Thüringer Landtag. Bei dieser zukunftsfesten Modernisierung der Rentenversicherung dürften nicht nur die Beschäftigtenbeiträge in den Blick genommen werden, sondern auch der Arbeitgeberanteil an den Beiträgen, so Stange.
 
Die meisten Betriebe bzw. Arbeitgeber erwirtschafteten ihre Erlöse und Gewinne nicht mehr vor allem über den Einsatz von Personal. Vielmehr gebe es immer mehr Firmen, die durch Einsatz von Technologien finanziell sehr erfolgreich seien. Deshalb müsse sich in Zukunft der Arbeitgeberbeitrag zur Rente nicht nur an der Beschäftigtenzahl orientieren, sondern auch am finanziellen Erfolg, der aus dem Einsatz der Technologien – durch die Mitarbeiter*innen – erzielt wird. Auch das sei eine langjährige LINKE-Forderung, erläutert die Abgeordnete. „Die Rentenversicherung leidet seit Jahren darunter, dass gerade auch die CDU sogenannte Reformen befürwortet hat, die zum Wegfall von Millionen an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in Deutschland geführt haben und bei denen sogenannte versicherungsfremde Leistungen, also solche, für die zuvor keine Beiträge gezahlt wurden, aus der Rentenkasse finanziert werden“, so LINKE-Sozialpolitikerin Stange, die abschließend feststellt, dass andere Staaten mit Modellen der Bürgerversicherung schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben, weil sie erkannt hätten, dass der Erhalt einer zukunftsfähigen Rentenversicherung nicht durch die an einem konservativ-rückwärtsgewandten Familienbild ausgerichtete Sanktionierung von Kinderlosigkeit erreicht werden könne und dürfe.