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Tilo Kummer: Landesregierung soll sich zum Biosphärenreservat Vessertal bekennen

Anlässlich der aktuellen Diskussionen über die Forderung aus dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD, im Vessertal einen Nationalpark zu errichten, verlangt DIE LINKE im Thüringer Landtag ein Bekenntnis zum ältesten deutschen Biosphärenreservat. "Die Entwicklung des Vessertals wurde während des Bestehens des Großschutzgebiets wesentlich vorangebracht. Das Biosphärenreservat ist bis heute ein Erfolgsmodell. Diese Entwicklung darf nicht abgebrochen werden", erklärt MdL Tilo Kummer.

Anlässlich der aktuellen Diskussionen über die Forderung aus dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD, im Vessertal einen Nationalpark zu errichten, verlangt DIE LINKE im Thüringer Landtag ein Bekenntnis zum ältesten deutschen Biosphärenreservat. "Die Entwicklung des Vessertals wurde während des Bestehens des Großschutzgebiets wesentlich vorangebracht. Das Biosphärenreservat ist bis heute ein Erfolgsmodell. Diese Entwicklung darf nicht abgebrochen werden", erklärt MdL Tilo Kummer.

Allerdings stelle die UNESCO klare Anforderungen an Biosphärenreservate, denen das Vessertal noch nicht vollständig gerecht wird. So fehle z. B. eine zentrale Informationsstelle und es müsste eine Flächenerweiterung erfolgen. Der Abgeordnete der LINKEN befürchtet, dass mit der Einführung eines Nationalparks diese UNESCO-Kriterien umgangen werden sollen.

"Schon im Hainich kam die Landesregierung ihrer Verantwortung zur umfangreichen Information über den Nationalpark nicht in ausreichendem Maße nach", kritisiert die Umweltpolitikerin der LINKEN, Katja Wolf. "Selbst der Baumkronenpfad wurde von der Stadt Langensalza und nicht vom Land auf den Weg gebracht. Bevor die im Koalitionsvertrag angekündigte Entwicklung greifen kann, sollte zuerst das Biosphärenreservat gestärkt und weiter entwickelt werden. Dazu passt auch sehr gut das Vorhaben des Waldumbaus in der von Fichtenmonokulturen geprägten Region am Rennsteig."

"Dieser Waldumbau kann aber in einem Biosphärenreservat auch als mustergültiges Beispiel für das Zusammenwirken von Mensch und Umwelt durchgeführt werden und einer späteren Nutzung dienen. Das ist schließlich Ansinnen dieser Schutzgebietsform", sagt Kummer. Ob unter diesen Voraussetzungen ein Nationalpark der richtige Weg für die weitere Entwicklung dieser Region sei, ist für den Abgeordneten fragwürdig. Schließlich gehe es im Vessertal darum, die Ansprüche von Naturschutz, Regionalentwicklung, Wirtschaft (Tourismus) und Forstwirtschaft beispielhaft in Übereinstimmung zu bringen.