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Christian Schaft

Schluss mit „Jung, akademisch und prekär?“ – Studentische Beschäftigte brauchen einen Tarifvertrag

Bei den heute vorgestellten Ergebnissen der Studie von Ver.di und GEW „Jung, akademisch, prekär?“ mit bundesweit 11.000 Befragten haben 16,7 Prozent der studentischen Beschäftigten angegeben, im Durchschnitt 4,9 Wochen vor oder nach Vertragsbeginn ohne Bezahlung zu arbeiten. Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, sieht den dringenden Handlungsbedarf für gute Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte an den Hochschulen erneut bestätigt und erklärt: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass eine tarifrechtliche Absicherung für studentische Beschäftigte unumgänglich ist, dazu gehören vor allem eine faire Bezahlung und Mindestlaufzeiten für Verträge!“

Bei den heute vorgestellten Ergebnissen der Studie von Ver.di und GEW „Jung, akademisch, prekär?“ mit bundesweit 11.000 Befragten haben 16,7 Prozent der studentischen Beschäftigten angegeben, im Durchschnitt 4,9 Wochen vor oder nach Vertragsbeginn ohne Bezahlung zu arbeiten. Christian Schaft, hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, sieht den dringenden Handlungsbedarf für gute Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte an den Hochschulen erneut bestätigt und erklärt: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass eine tarifrechtliche Absicherung für studentische Beschäftigte unumgänglich ist, dazu gehören vor allem eine faire Bezahlung und Mindestlaufzeiten für Verträge!“

Studentische Beschäftigte in der Wissenschaft fordern mit der Initiative #TVStud schon länger die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen zu verbessern und endlich tarifrechtlich abgesichert zu werden. Zudem wurde 2021 bekannt, dass 77,8 Prozent der studentischen Beschäftigten als armutsgefährdet gelten. „In der vorgestellten Studie und auch in den Antworten des Wissenschaftsministeriums auf meine Kleinen Anfragen im vergangenen Jahr wurde deutlich, extrem kurze Arbeitsverträge und geringe Vergütungssätze prägen den Alltag der studentischen Beschäftigten, ohne die vieles an den Hochschulen in Lehre und Forschung nicht möglich wäre“, stellt Schaft fest. 90 Prozent der 11.000 Befragten gaben an, dass sie das Geld dringend brauchen, da es ist für sie die zentrale Erwerbsquelle sei. Deshalb müssten jetzt weitere Anstrengungen unternommen werden, damit und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

„Dazu muss sich die Tarifgemeinschaft der Länder bewegen, um einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte möglich zu machen. Auch auf Landesebene müssen wir unsere Spielräume nutzen. Ich bleibe dabei, dass ernsthafte Gespräche zwischen dem Wissenschaftsministerium, Gewerkschaften, Hochschulen und studentischen Beschäftigten über eine Rahmendienstvereinbarung aufgenommen werden müssen“, so der LINKE-Hochschulpolitiker, auch mit Blick auf die Diskussion um bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft. Das beispielsweise auf Druck der Studierenden in Jena nun erste Gespräche mit der Hochschulleitung zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für studentische Beschäftigte aufgenommen werden, sei in diesem Zusammenhang ein gutes Signal.

Mehr Informationen zu den genannten Quellen in der Pressemitteilung finden Sie unter:

  • Drs. 7/4649: Antwort TMWWDG auf KA zu „Studentische und wissenschaftliche sowie künstlerische Assistentinnen und Assistenten an Thüringer Hochschulen - Teil I“ von Christian Schaft (vom 20.12.2021)
  • Drs.: 7/4650: Antwort TMWWDG auf KA „Studentische und wissenschaftliche sowie künstlerische Assistentinnen und Assistenten an Thüringer Hochschulen - Teil I“ von Christian Schaft (vom 20.12.2021)
  • Drs.: 7/5289: Künstlerische und wissenschaftliche Assistentinnen und Assistenten an Thüringer Hochschulen - Teil I – nachgefragt (vom 5.4.2022)

 

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